Staatliche Realschule Bad Kissingen

 

Siebene auf großer Reise – ein Sommermärchen

Wir, die Mitglieder der Schülerzeitung, waren in den Bayerischen Landtag eingeladen, wo wir einen Preis für unsere Bildungslücke 2018 verliehen bekamen. Für uns war es wie ein Märchen…

Früh um 7 Uhr trafen sich 7 Mutige (man fährt ja schließlich mit der Deutschen Bahn) zu der langen Reise nach München. Von der ehemals freien Reichsstadt Schweinfurt ging es mit dem ersten Zug nach Würzburg. Schon im ICE nach München konnten unsere Bad Kissinger erste Blick auf ihre Mitstreiter in wackerer Rüstung in weißen Hemden werfen. Während die Nervosität stieg, verspätete sich der Zug immer mehr. So unterhielt und beschäftigte man sich - und dem einen oder anderen entfuhr schon mal ein nervös-erschrockener Schrei. Leider nicht mit 7, sondern mit ganzen 37 Minuten Verspätung war die kurzweilige Fahrt von mehr als drei Stunden zu Ende. Unsere 7 Mutigen erstürmten zwei Taxis, mit denen sie eilends zum heißersehnten Ziel, dem Bayerischen Landtag, ritten.

Man war - wegen des Zeitmangels – nur kurz beeindruckt und begab sich nach der Sicherheitskontrolle rasch in den Steineren Saal, wo sogar noch Plätze in der ersten Reihe (vgl. Schule) auf sie warteten. Sogleich wurden sie und alle anderen Mitstreiter aus ganz Bayern von der Hausherrin, der Landtagspräsidentin Frau Barbara Stamm, begrüßt.


Die Verleihung der ersten Preise für die Grundschulen übernahm Kultusminister Bernd Sibler nach einem kurzen Grußwort. Die Zeitungen überzeugten mit witzigen Namen wie „Der kleine Hai“ und ihren farbenfrohen Layouts. Trotz ihrer jungen Jahre hatten sich die Preisträger bereits an gesellschaftskritische Themen wie den ökologischen Fußabdruck herangewagt. Die älteren Schüler hatten in ihrer Zeitung oftmals das Internet und social media in den Mittelpunkt gerückt. So auch die Bildungslücke unserer Kissinger. Sie wurde als drittbeste Schülerzeitung aller Realschulen in Bayern geehrt! Unsere 7 schritten zu den Moderatoren vor die klatschende Menge. Stolz hielten sie ihre Schülerzeitung mit den zwei glänzenden Covern in den Händen. Sie wurden mit Lob und Ruhm und 200 Euro Preisgeld überschüttet. Die qualifizierte Jury lobte ihre Idee der geteilten Schülerzeitung, deren eine Hälfte sich dem Leben im Hier und Jetzt und deren andere Hälfte sich dem virtuellen Dasein widmet. Für künftige Ausgaben erhielten sie den Tipp, mit dem Layout noch experimentierfreudiger zu sein. Die Moderatoren interessierte, wie die Schülerzeitung einst zu dem einzigartigen Namen „Bildungslücke“ gekommen war. Rasch erklärte eine Redakteurin, dass das am Bildungsauftrag der Zeitung liege. Sie wolle die (wenigen :-) ) Lücken schließen, die das bayerische Schulsystem bisweilen noch offenlasse.

Nach Siegerfotos setzten sich unsere 7 glücklich und folgten den weiteren Ehrungen und Programmpunkten. Wie die jungen Tänzer der Ballettakademie, die über das Parkett schwebten, so glitt auch die Zeit dahin.

Flugs war es 13.30 und die Mägen knurrten. Die Organisatoren wussten auch hier, was Schülerzeitungsredakteure glücklich macht – kleine Pizzen, Schnitzelbrötchen und Süßgebäck waren rasch verschlungen. Nach derlei Imbiss war man gestärkt und mutig genug, fremdes Territorium zu erkunden. Marienplatz, Viktualienmarkt und Stachus wurden eingenommen … und dann doch wieder freigegeben. Zu weit liegen die Gebiete vom geliebten Franken entfernt, zu dem sich unsere 7 am Spätnachmittag wieder mit dem Zug aufmachten. Ein weiteres Wunder war ihnen an diesem sonnigen Tag aber noch beschieden – sie kamen pünktlich zu Hause an.



J. Sandwall, 8d (Schülerzeitungsredakteurin)


Anmerkung: Die Reise ging noch weiter ...

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