Staatliche Realschule Bad Kissingen


Unser Musical "Schulrealitäten!?" begeistere 1 500 Zuschauer.

Ein Musik- und Kunsterlebnis der besonderen Art sowie einen tiefen Einblick in Verhaltensweisen und Gefühlswelten der Schüler von heute vermittelte das Musical "Schulrealitäten!?". Es feierte am Mittwoch, den 27. Mai 2009 im Festsaal des Parkwohnstifts eine erfolgreiche Premiere durch die Schüler der Staatlichen Realschule Bad Kissingen. Das Musical entführte die Zuschauer in die bewegte Welt ihrer Jugend, eine Welt voller Freude, voller Leid, Anerkennung, Eifersucht und Liebe. Für die ältere Generation wurden gewiss viele Erinnerungen an die eigene Schulzeit geweckt. Hervorzuheben sind nicht nur die herausragenden Leistungen der etwa 100 mitwirkenden Schüler, sondern vor allem Textgestaltung und Musikkompositionen durch Musiklehrer Mathias Uebel, der bereits des Öfteren von sich reden machte. Unterstützt wurde er unter anderem von den Lehrerinnen Christina Füller und Verena Grom. Wichtig ist, dass das exzellente Musical auch ein wesentliches Element im Modellprojekt "ganz jung, ganz alt, ganz ohr" des Bayerischen Sozialministeriums darstellte und sicherlich überörtliche Aufmerksamkeit erhalten wird. 

Im Mittelpunkt standen als Hauptpersonen die Schülerinnen Nele (Anna Q., 6c), Julika (Linda G., 7e bzw. Isabell H., 7e), Kiara-Janine (Veronika T., 9f) und Lara-Chantal (Melissa S., 8d). Hinzu kamen Tom (Tom K., 10c) und sein Freund Moritz (Christoph E, 10c). Souverän waren die Auftritte der Erzählerin (Janin B., 10a).




Im Stück erlebte man die unterschiedlichen Schülercharaktere mit ihren Träumen, Ängsten und Nöten innerhalb und außerhalb des Unterrichts. Was zunächst für Tom und die meisten Schüler viel wichtiger zu sein schien als eine gute Mathenote, war sein Erfolg in der Band. Eine Ausnahme war Nele, die ein wahres Mathe-Genie war, jedoch wegen ihres unattraktiven Outfits wie ein "Aschenputtel" aussah und von ihren Mitschülern gemieden wurde. 

Als Tom jedoch währen der Mathe-Nachhilfestunden, die Nele ihm erteilt, den liebenswerten Kern ihrer Persönlichkeit entdeckte, begann ein Wandel in seinem Verhalten. Beide, Tom und Nele, verliebten sich ineinander und Kiara-Janine, die sich für die schönste und beste Sängerin hielt, hatte das Nachsehen. Was für ein Jubel im Publikum, als am Ende - zu aller Überraschung - die plötzlich modern gekleidete Nele zusammen mit Tom auf der Bühne stand und das Lied vom "Regenbogen" sang. Köstlich, welche Einblicke ins Seelenleben der jungen Generation geboten wurden und welche überragende Bedeutung dem allerneuesten Handy zugemessen wird. Interessant, dass auch die Lebensrealitäten der Lehrer, der Elternhäuser und sogar die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise im Stück angedeutet wurden.

Integriert in das Musical waren die bereits landesweit erfolgreiche Schulband "Soul Café", der Schulchor, das Schulorchester (Leitung: Stefan Ammersbach), sowie Tanzgruppen der Realschule. Mit sechs Aufführungen fanden die mehr als einjährigen Vorbereitungen und Proben ihren krönenden Abschluss. Bleibt noch zu erwähnen, dass bei den Aufführungen letztmalig um Spenden für die "Jana-Hilfe" bzw. die Deutsche Knochenmarkspenderdatei gebeten wurde.
 



(In Anlehnung an den entsprechenden Artikel im Jahresbericht 2008/09 von A. Stollberger.) 
 

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